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Nachlass Benedikt Kautsky (1894–1960)
Biographische Daten
Benedikt „Bendel“ Kautsky (1894–1960) war der jüngste Sohn von Luise und Karl Kautsky. 1921–1938 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer.Von 1938 bis 1945 KZ-Haft, u. a. in Dachau, Buchenwald und Auschwitz/Monowitz. Nach seiner Befreiung verfasste er das Buch „Teufel und Verdammte. Sieben Jahre in deutschen Konzentrationslagern.“ Ab 1945 nach kurzer Mitarbeit in der Thüringischen Landesbibliothek als Journalist in der Schweiz tätig, 1950 Rückkehr nach Österreich, Leiter der Otto Möbes-Schule der Grazer Arbeiterkammer, Universitätsdozent, 1957 stellvertretender Generaldirektor der Creditanstalt. 1958 federführend an der Neufassung des SPÖ-Parteiprogramms beteiligt.
Der Nachlass umfasst persönliche Dokumente, Notizen, Artikel, Aufsätze und Vorträge, Materialien und Korrespondenzen zu Kautskys Haft in Konzentrationslagern und zur Nachkriegsgerichtsbarkeit gegen NS-Verbrecher:innen, berufliche Korrespondenzen und Unterlagen zur SPÖ-Programmdiskussion 1957/58. Ebenso enthalten sind Materialien und Korrespondenzen seines Vaters Karl Kautsky, Aufsätze seiner Ehefrau Gerda Kautsky sowie Dokumente und Korrespondenzen zu weiteren Familienangehörigen (Marie Kobelt, NS-Verfolgung von Luise Kautsky). Teil des Nachlasses sind darüber hinaus Materialien des Auslandsbüros der österreichischen Sozialdemokraten (ALÖS) bzw. Berichte zur politischen Lage im Austrofaschismus.
Erstbearbeitung: Prof. Herlitzka, August 1974
Nachbearbeitung: Brigitte Lehmann, 2003; Georg Spitaler / Julia Tyll-Schranz, 2025.
Zeitraum: 1894–1962
Umfang: 12 Kartons / 41 Mappen, 2 Fotoalben (pdf 54 Seiten)
Aufstellungsort: 1. Stock, Archivraum 2
